Nährstoffmangel durch Medikamente? Das musst du wissen!

in Ernährungsberater bespricht mit seinem Klienten am Schreibtisch einen Ernährungsplan.
Nährstoffmangel klingt abstrakt – bis er im Alltag spürbar wird: Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Haarausfall, brüchige Nägel, Infektanfälligkeit. Viele versuchen das mit „mehr Kaffee“ oder einem Multivitamin zu lösen. Die Wahrheit ist: Nährstoffmangel ist weit verbreitet, komplex – und oft versteckt. Weltweit sind nach Schätzungen über 2 Milliarden Menschen von Mikronährstoffdefiziten betroffen – vor allem Vitamine und Mineralstoffe.1 Gleichzeitig zeigen Daten aus Europa, dass insbesondere Vitamin D, Folsäure, Calcium, Selen, Iod und Vitamin C bei Erwachsenen häufig nicht ausreichend aufgenommen werden.2 Als Personal Fitness Trainer, Ernährungsberater und Mental-Coach ist mein Ziel mit diesem Artikel:
  • dir saubere, wissenschaftlich fundierte Infos zu Nährstoffmangel zu geben,
  • dir zu helfen, dein Risiko realistisch einzuschätzen,
  • dir zu zeigen, wo du selbst ansetzen kannst – und wo unbedingt Arzt/Ernährungsprofi hingehört.

Was bedeutet Nährstoffmangel? Grundlagen einfach erklärt

Bevor wir über Symptome und Tests sprechen, brauchen wir eine klare Definition. Viele Menschen denken bei Nährstoffmangel an extremes Untergewicht – aber in modernen Gesellschaften sehen wir etwas anderes: Genug Kalorien, aber zu wenig Qualität.3

Makronährstoffe vs. Mikronährstoffe – wo beginnt Nährstoffmangel?

Wenn wir über Nährstoffmangel sprechen, meinen wir meist Defizite in:
  • Makronährstoffen
    • Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate
    • liefern Energie und Baustoffe (z. B. Muskeln, Hormone, Zellmembranen)
  • Mikronährstoffen
    • Vitamine (z. B. Vitamin D, B12, Folsäure)
    • Mineralstoffe & Spurenelemente (z. B. Eisen, Magnesium, Zink, Selen, Iod)
    • steuern Stoffwechselprozesse, Immunfunktion, Hormonaktivität, Gehirnleistung usw.1
Ein Nährstoffmangel liegt vor, wenn der Körper über längere Zeit nicht genügend eines bestimmten Nährstoffs zur Verfügung hat, um seine Funktionen optimal aufrechtzuerhalten. Das kann betreffen:
  • Makros: z. B. Proteinmangel, obwohl genug Kalorien gegessen werden (klassisch bei Crash-Diäten, „Skinny-Fat“).
  • Mikros: z. B. Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel, B12-Mangel – mit teils langen Folgen wie Anämie, Immunschwäche oder neurologische Probleme.1

Latenter vs. manifester Nährstoffmangel

Nährstoffmangel ist nicht schwarz-weiß. Fachleute unterscheiden häufig:
Form von Nährstoffmangel Beschreibung Typische Situation
Latenter / subklinischer Nährstoffmangel Speicher oder Gewebespiegel sind zu niedrig, ohne eindeutige, klassische Symptome. Es kann aber bereits Leistungsfähigkeit, Immunfunktion oder Stimmung beeinträchtigen.4 „Eigentlich gesund“, aber ständig müde, anfällig, gestresst.
Manifester Nährstoffmangel Defizit ist ausgeprägt, es treten klar erkennbare Krankheitsbilder auf (z. B. Anämie durch Eisenmangel, Skorbut durch Vitamin-C-Mangel).5 Deutliche Symptome, meist klare Laborabweichungen.
Wichtig: Latenter Nährstoffmangel ist oft das, was wir im Alltag sehen – keine „Lehrbuchkrankheit“, aber ein Körper, der dauerhaft im Energiesparmodus läuft.

Ursachen von Nährstoffmangel – mehr als nur „falsche Ernährung“

Es wäre zu einfach zu sagen: „Du ernährst dich schlecht, daher Nährstoffmangel.“ Die Wahrheit ist komplexer. Studien zeigen, dass Nährstoffdefizite aus einer Kombination von schlechter Zufuhr, gestörter Aufnahme und erhöhtem Bedarf entstehen.6

Einseitige Ernährung, Diäten & Essstörungen

Nährstoffmangel durch Diäten ist in Fitness- und Abnehm-Communities ein Dauerbrenner – und zurecht. Typische Konstellationen:
  • Crash-Diäten (z. B. 800–1200 kcal über Wochen): zu wenig Energie, zu wenig Eiweiß, kaum Mikronährstoffdichte.
  • Stark verarbeitete Lebensmittel: viel Kalorien, wenig Vitamine/Mineralstoffe.
  • Monotone Ernährung (immer das Gleiche): z. B. jeden Tag Toast, Wurst, Käse, kaum Obst/Gemüse/Nüsse.
Auch bestimmte Ernährungsformen können kritisch werden, wenn sie schlecht geplant sind:
  • Vegan / vegetarisch: Kritisch u. a. Vitamin B12, Eisen, Zink, Jod, Omega-3.
  • Low Carb / ketogen: Risiko für Ballaststoffmangel, bestimmte B-Vitamine, Magnesium, je nach Lebensmittelauswahl.
  • Extrem fettarme Kost: absorbiert fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) schlechter.
Eine scoping review zu Mikronährstoff-Defiziten betont, dass selbst in „überernährten“ westlichen Gesellschaften Mikronährstoffmangel durch ungünstige Lebensmittelwahl ein reales Problem ist.3
Coach-Tipp: Keine Ernährungsform ist per se „Nährstoffmangel-Garant“. Entscheidend ist, wie durchdacht du sie umsetzt.

Verdauung & Resorption: Wenn der Darm Nährstoffe nicht aufnehmen kann

Manche Menschen haben Nährstoffmangel, obwohl sie sich eigentlich gut ernähren. Dann liegt der Fokus auf Aufnahme und Verwertung:
  • Chronische Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Nach Magen- oder Darmoperationen (z. B. bariatrische Chirurgie)
  • Chronische Gastritis, Atrophie der Magenschleimhaut
  • Pankreasinsuffizienz
  • Langzeit-Einnahme säureblockierender Medikamente (Protonenpumpenhemmer)
Eine Übersichtsarbeit zur Rolle des Magens in der Mikronährstoff-Homöostase zeigt, dass insbesondere Eisen, Vitamin B12, Vitamin C, Calcium und Magnesium betroffen sein können.7 Warnsignal: Wenn du dich bewusst gesund ernährst, aber trotzdem typische Nährstoffmangel-Symptome und Laborauffälligkeiten hast, sollte der Fokus auf Magen-Darm-Diagnostik liegen.

Nährstoffmangel durch Medikamente („Mikronährstoffräuber“)

Viele verbreitete Medikamente können direkt oder indirekt zu Nährstoffmangel beitragen, etwa durch:
  • verminderte Aufnahme im Darm
  • veränderte Metabolisierung
  • erhöhte Ausscheidung (z. B. über die Niere)
Beispiele aus Reviews und Praxisartikeln:8
  • Protonenpumpenhemmer (PPI): Risiko für Mangel an Vitamin B12, Magnesium, Calcium, Eisen
  • Metformin (Diabetes): Kann langfristig Vitamin-B12-Spiegel senken
  • Statine: Assoziiert mit vermindertem Coenzym Q10
  • Diuretika (Wassertabletten): Können Magnesium, Kalium, Zink verstärkt ausscheiden
  • Kortikosteroide: Beeinflussen Calcium- und Vitamin-D-Stoffwechsel, Risiko für Osteoporose
  • Hormonelle Kontrazeptiva (Pille): Diskutierte Effekte u. a. auf B6, B12, Folsäure, Magnesium
Bei Menschen mit Diabetes werden in einer aktuellen Metaanalyse z. B. häufig Mängel an Vitamin D, Magnesium und B12 gefunden – teils in Zusammenhang mit Medikation und Ernährungsgewohnheiten.9 Wichtig: Nie Medikamente eigenmächtig absetzen. Nährstoffmangel hier bedeutet: Laborkontrolle + Anpassung von Ernährung und ggf. gezielter Supplementierung in Abstimmung mit dem Arzt.

Mehrbedarf: Stress, Sport, Schwangerschaft, Wachstum

Nährstoffbedarf ist nicht statisch. In manchen Lebensphasen und Situationen steigt er deutlich:
  • Schwangerschaft & Stillzeit: Mehrbedarf u. a. an Folsäure, Eisen, Iod, Omega-3. Unzureichende Versorgung ist mit Entwicklungsrisiken beim Kind verknüpft.1
  • Wachstum (Kinder, Jugendliche): Hoher Bedarf an Energie, Protein, Calcium, Eisen, Zink. Richtlinien betonen, dass auch Kinder bei selektivem Essverhalten trotz normalem Gewicht Mikronährstoffmangel entwickeln können.10
  • Leistungssport / intensives Training: Mehrbedarf an Energie, Eiweiß, bestimmten Mikronährstoffen (z. B. Eisen bei Ausdauersport).
  • Chronischer Stress: erhöhter Verbrauch und veränderte Verwertung von u. a. Magnesium, B-Vitaminen; schlechter Schlaf verstärkt das.
Eine Studie zu subklinischem Mikronährstoffmangel bei älteren Menschen zeigt, dass sehr hohes Alter, geringe körperliche Aktivität und fehlende Supplementnutzung starke Prädiktoren für mehrere parallele Defizite sind.4

KI generiertes Bild
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Nährstoffmangel-Symptome: Was dir Körper & Geist signalisieren

Jetzt wird es spannend – und heikel. Viele Symptome von Nährstoffmangel sind unspezifisch und kommen auch bei anderen Erkrankungen vor. Heißt: Du kannst über Symptome auf ein Risiko schließen, aber keine Diagnose stellen.

Häufige allgemeine Symptome bei Nährstoffmangel

Typische Beschwerden, die mit Nährstoffmangel in Verbindung gebracht werden können:
  • Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
  • Reduzierte Leistungsfähigkeit im Alltag oder Training
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Blasse Haut, Kurzatmigkeit (z. B. bei Anämie durch Eisenmangel)11
Beispiel Eisenmangel/Anämie: WHO-Daten zeigen, dass etwa 30–40 % der Frauen im gebärfähigen Alter und ein hoher Anteil der Kinder weltweit an Anämie leiden, häufig auf Basis von Eisenmangel.11

Symptomcluster-Tabelle (Vereinfachung):

Symptomcluster Mögliche Nährstoff-Beteiligung* Hinweis
Müdigkeit, blasse Haut, Kurzatmigkeit Eisen, B12, Folsäure Anämie abklären lassen
Häufige Infekte, schlechte Wundheilung Vitamin C, D, Zink Immunsystem prüfen
Muskelkrämpfe, Herzstolpern, Nervosität Magnesium, Kalium, Calcium Vorsicht – auch Herzthema möglich
Taubheitsgefühle, Kribbeln B12, B6 Neurologisch abklären
*Nur Beispiele, nie alleinige Ursache.

Nährstoffmangel und Haut, Haare, Nägel

Dein äußeres Erscheinungsbild ist oft ein Spiegel deiner inneren Versorgung. Typische Zusammenhänge:
  • Haarausfall, dünner werdendes Haar: häufig diskutiert bei Eisenmangel, Zinkmangel, Proteinmangel, Biotinmangel – aber auch bei Schilddrüsenproblemen, Hormonschwankungen und Stress.1
  • Brüchige Nägel, Rillenbildung: u. a. Eisen, Zink, Biotin, Protein
  • Trockene, schuppige Haut: essenzielle Fettsäuren, Vitamin A, E, D, Zink
Wichtig: Diese Zeichen können Hinweise geben, sind aber kein Beweis. Eine Hauterkrankung, Schilddrüsenstörung oder andere Ursachen können ähnlich aussehen.

Nährstoffmangel & Psyche: Stimmung, Fokus, Schlaf

Die Verbindung zwischen Nährstoffmangel und psychischer Gesundheit wird in der Forschung immer breiter diskutiert. Beispiele:
  • B-Vitamine, Eisen, Omega-3: Beteiligung an Neurotransmitter-Synthese, Energieproduktion im Gehirn, Signalübertragung.1
  • Vitamin D: Assoziationen mit Stimmung, Immunsystem und Gehirnfunktion (kein „Glücksvitamin“, aber ein relevanter Baustein).1
Mögliche Symptome bei Nährstoffmangel:
  • Reizbarkeit, innere Unruhe
  • Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen
Eine aktuelle Arbeit betont, dass Mikronährstoffdefizite heute häufig nicht als „klassische Mangelkrankheiten“, sondern als versteckte Mitspieler bei modernen Krankheitsbildern auftreten.12
Mentale Gesundheit: Wenn dich depressive Symptome, starke Ängste oder Suizidgedanken belasten, ist der erste Weg immer ärztliche/psychotherapeutische Hilfe – Nährstoffoptimierung ist Ergänzung, nicht Ersatz.

Nährstoffmangel erkennen: Tests, Laborwerte & Selbstcheck

Statt blind Supplemente zu schlucken, lohnt sich ein strukturierter Weg: Selbstcheck → Arzt/Ernährungsberatung → gezielte Diagnostik.

Nährstoffmangel-Selbsttest: Risikoprofil & Symptome

Du kannst dir selbst ein erstes Bild verschaffen, indem du ehrlich auf vier Bereiche schaust:
  1. Ernährung: Wie viele Portionen Obst/Gemüse isst du pro Tag? (Ziel: 5 am Tag). Isst du täglich Proteinquellen? Wie hoch ist der Anteil verarbeiteter Produkte?
  2. Lebensphase & Besonderheiten: Bist du schwanger, stillst du, bist du im Wachstum, Athlet? Starke Menstruationsblutungen? Sehr hohes Alter (80+)?
  3. Medikamente: Nimmst du regelmäßig Medikamente, die als „Mikronährstoffräuber“ diskutiert werden (PPI, Metformin, Diuretika, Statine, Pille etc.)?8
  4. Symptome: Anhaltende Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Haarausfall, Konzentrationsprobleme, Haut-/Nagelveränderungen?

Wichtige Laborwerte bei Verdacht auf Nährstoffmangel

Nährstoff / Bereich Typischer Laborparameter Bemerkungen
Eisen Ferritin, Serum-Eisen, ggf. Transferrin-Sättigung Ferritin als Speicherprotein, bei Entzündung schwerer interpretierbar.5
Blutarmut Hämoglobin, MCV, MCH Hilft, Anämie zu erfassen und einzuordnen.
Vitamin B12 Serum-B12, ggf. Holo-TC, Methylmalonsäure Subklinische Mängel relativ häufig, v. a. bei Älteren und Vegetariern/Veganern.4
Folsäure Serum-Folat Wichtig bei Kinderwunsch/Schwangerschaft.1
Vitamin D 25-OH-D In Europa oft unzureichend, v. a. im Winter.2
Zink, Magnesium Serumspiegel Deutung hängt vom Gesamtbild ab.
In vielen Studien zu subklinischem Mikronährstoffmangel bei älteren Menschen fanden sich hohe Raten an Vitamin-D- und B12-Mangel, Eisen- und Folsäuremangel, selbst in Industrienationen.4

Grenzen von Bluttests – warum „alles normal“ nicht alles sagt

Blutwerte sind wichtig, aber:
  • Die Referenzbereiche sind statistische Normen, keine individuellen Optimalwerte.
  • Manche Nährstoffe spiegeln sich im Blut schlecht wider (z. B. Magnesium eher in Zellen/Knochen).
  • Entzündungen können Laborwerte verfälschen (Ferritin als Akute-Phase-Protein).
Ein WHO-Papier betont, dass z. B. Eisenmangel ein langer Prozess ist: Erst sinken Speicher (Ferritin), später zeigen sich typische Laborveränderungen und Symptome der Anämie.5 Merke: Nährstoffmangel-Diagnostik ist eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Laborwerten und ggf. weiterer Diagnostik.

Therapie bei Nährstoffmangel: Ernährung, Supplemente & Medikamente

Jetzt kommt der Teil, auf den alle warten: Was tun bei Nährstoffmangel? Die Reihenfolge ist wichtig: Ursache erkennen, Ernährung optimieren, gezielte Supplementierung.

Ernährung als Basis – nährstoffdichte Lebensmittel im Alltag

Du kannst Nährstoffmangel selten mit Nahrungsergänzung „wegschlucken“, wenn deine Basisernährung aus Fast Food, Weißmehl und Zucker besteht. Grundprinzipien:
  • Viel unverarbeitete Lebensmittel: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Vollkornprodukte.
  • Ausreichend Protein: Pro Mahlzeit eine klare Eiweißquelle.
  • Hochwertige Fette: Nüsse, Samen, Olivenöl, fetter Fisch.
  • Farbenvielfalt: Je bunter der Teller, desto mehr sekundäre Pflanzenstoffe.

Beispieltabelle: „Top-Lebensmittel pro Nährstoff“

Nährstoff Beispiele nährstoffreicher Lebensmittel
Eisen Rotes Fleisch, Leber, Linsen, Kichererbsen, Kürbiskerne
Vitamin B12 Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, angereicherte Produkte
Folsäure Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn
Vitamin C Paprika, Zitrusfrüchte, Beeren, Brokkoli
Vitamin D Fettreicher Fisch, Eigelb (wichtig: Sonnenexposition!)
Magnesium Nüsse, Samen, Vollkorn, Hülsenfrüchte
Zink Fleisch, Käse, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne
1
Coach-Perspektive: Starte nicht mit Pillen, sondern mit Mahlzeiten, die dich satt und leistungsfähig machen. Supplements sind Feintuning.

Nahrungsergänzungsmittel – wann sinnvoll, wann überflüssig oder riskant?

Supplemente sind Werkzeuge – keine Versicherungspolice. Sinnvoll sind sie vor allem:
  • Bei diagnostiziertem Nährstoffmangel.
  • In klaren Risikosituationen (B12 bei veganer Ernährung, Folsäure bei Kinderwunsch, Vitamin D im Winter).1
Risiken: Überdosierung (fettlösliche Vitamine), Wechselwirkungen mit Medikamenten, falsches Sicherheitsgefühl.

Nährstoffmangel durch Medikamente ausgleichen – sicher & gezielt

Beispiele aus klinischen Übersichten:8
  • Langfristige PPI-Therapie → Augenmerk auf Vitamin B12, Magnesium, Calcium.
  • Metformin bei Diabetes → B12 regelmäßig prüfen.
  • Diuretika → Elektrolyte (Kalium, Magnesium) im Blick behalten.

Nährstoffmangel vorbeugen: Alltag, Training & Mindset

Prävention klingt langweilig – ist aber genau das, was im Alltag den Unterschied macht.

Alltag & Stressmanagement

Chronischer Stress erhöht nicht nur deine mentale Belastung, sondern verändert auch Essverhalten, Schlaf und hormonelle Achsen.6 Drei simple Präventionsgewohnheiten:
  • Regelmäßige Mahlzeiten: 2–3 Hauptmahlzeiten mit Protein + Gemüse + Kohlenhydrat/Fettquelle.
  • Schlaf priorisieren: 7–9 Stunden Ziel.
  • Täglicher Stress-Reset: 10–15 Minuten ohne Bildschirm.

Training & Bewegung – genug, aber nicht zu viel

Sport ist großartig – doch exzessives Training bei zu wenig Energiezufuhr kann Nährstoffmangel verschärfen. Eine systematische Review zeigt, dass Mikronährstoffdefizite vor allem in vulnerablen Gruppen verbreitet sind – bei Sportlern ist eher das Problem Energie- und Makronährstoffmangel bei zu hoher Belastung.4

FAQ zu Nährstoffmangel – kurz & klar

Wie merkt man, dass man Nährstoffmangel hat? Klare, eindeutige Anzeichen gibt es selten. Häufig sind es Kombinationen aus Symptomen (Müdigkeit, Infekte), Risikofaktoren und Laborwerten. Nur ein Arzt kann dies letztlich beurteilen. Wie lange dauert es, bis Nährstoffmangel behoben ist? Das hängt vom Nährstoff und dem Schweregrad ab. Eisenmangel braucht beispielsweise oft mehrere Monate Therapie, bis die Speicher wieder gefüllt sind.5 Kann ich Nährstoffmangel nur über Ernährung ausgleichen? Leichte Mängel oft ja. Ausgeprägte oder funktionelle Mängel (z. B. starke Anämie) brauchen in der Regel gezielte Supplementierung oder medikamentöse Therapie.1 Ist ein Multivitamin sinnvoll, um Nährstoffmangel vorzubeugen? Für gesunde Erwachsene mit abwechslungsreicher Ernährung oft nicht nötig.3 In Risikogruppen können sie Lücken schließen, ersetzen aber keine gute Ernährung. Grundsatz: lieber gezielt als „auf Verdacht“.

Dein nächster Schritt

Wenn du den Verdacht hast, dass bei dir ein Nährstoffmangel eine Rolle spielt:
  1. Mach einen ehrlichen Selbstcheck (Ernährung, Medikamente, Symptome).
  2. Führe ein 3–7-tägiges Ernährungsprotokoll.
  3. Vereinbare einen Arzttermin mit deiner Liste (Beschwerden, Medikamente).
  4. Nutze Nahrungsergänzung erst dann gezielt, wenn klarer Bedarf besteht.

Quellen

  1. NCBI Bookshelf: Micronutrient Deficiency. URL aufrufen
  2. Frontiers in Nutrition: Micronutrient intake in Europe. URL aufrufen
  3. ScienceDirect: Quality over Quantity in Nutrition. URL aufrufen
  4. MDPI Nutrients: Subclinical Micronutrient Deficiency. URL aufrufen
  5. WHO: Micronutrient Deficiencies & Anemia. URL aufrufen
  6. World Journal of Gastroenterology: Nutrients and Stress. URL aufrufen
  7. MDPI Nutrients: Gastric role in Micronutrient Homeostasis. URL aufrufen
  8. PMC: Drug-Induced Nutrient Depletion. URL aufrufen
  9. Health.com: Diabetes and Nutrient Deficiencies. URL aufrufen
  10. RCH: Clinical Guidelines on Micronutrients. URL aufrufen
  11. WHO: Anaemia Fact Sheet. URL aufrufen
  12. Springer: Modern Micronutrient Deficiencies. URL aufrufen

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